Wilhelm Klostermann - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Wilhelm Klostermann

Gefallene I. WK > He - Kl
Wilhelm Klostermann
Name:Klostermann
Vorname(n):Wilhelm
geboren am:16.02.1894
in:Raesfeld
gestorben:18.04.1918
in:Morlancourt an der
Somme (Frankreich)
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
letzte Ruhestätte:
Endgrablage:
Block 2 Grab 53
Dienstgrad:Landsturmmann
Beruf:
Landwirt
Eltern:Bernhard Klostermann und Agnes geb. Mümken

Personalien: Der Landsturmmann Wilhelm Klostermann wurde geboren am 16.02.1894 in Raesfeld, katholisch, ledig, Landwirt, Vater Bernhard Klostermann, Mutter Agnes, geb. Mümken.
 
Zusatz: Am 18.04.1918 südlich Morlancourt bei Albert gefallen – Infanterie-Geschoss – Kopf. Beerdigt auf dem Ehrenfriedhof Bray-sur Somme.

Wilhelm Klostermann wurde erst im September 1917 zur Fahne einberufen und kam zum Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 13, 2. Kompanie, nach Coesfeld. Dort erkundigte er sich in einer Karte vom 28.09.1917, wie es zu Hause mit der Arbeit steht: "Vater wird jetzt wohl allerhand Arbeit haben. Sind die Kartoffeln schon im Keller?" und dergl.

Eine Fragestellung, die zeigt, dass er noch mit all seinen Gedanken an der heimatlichen Scholle hängt. Der Dienst im Rekruten-Depot findet dagegen keine Erwähnung. Am 28.10.1917 sendet er aus Aachen Grüße, er ist also auf der Reise nach Belgien, wo er sich dann wieder am 04.11.1917 aus dem Ausbildungslager Beverloo meldet: "Ich möchte bitten, mir Fußlappen zu schicken." Die Ausbildung wird also stramm weitergeführt, wobei er aber auch von hier nichts schreibt.

Am 01.01.1918: "Ich habe hier noch einen Bekannten aus Gescher bei mir." Am 03.01.1918 finden wir ihn dann wieder in Blankenberghe. Er hat also das Land seiner endgültigen Bestimmung erreicht. Seine Sachen hat er vorsorglich nach Hause geschickt: "In das erste Paket habe ich die Uhr gelegt."

Aus dem Feld-Rekruten-Depot wurde er der 7. Kompanie des Infanterie-Regimentes Nr. 229 überwiesen und machte von Februar 1917 an die Kämpfe dieses Regimentes mit.


01.04.1918: "Ihr braucht jetzt keine Pakete mehr zu schicken, denn das dauert zu lange, bis sie ankommen. Wir sind nämlich bald hier und bald dort, weil es immer weiter geht. Wie ist es, sind aus Raesfeld auch wieder welche gefallen? Mein Kamerad aus Gescher ist den Heldentod gestorben. Es wird gesagt: 'Paris wird schon beschossen'."

03.04.1918:
"Gestern habe ich Johann Schoofs getroffen. Er war auch noch kreuzfidel. Die schönen Ostertage haben wir in Ruhe verlebt. Wir lagen in einem zerschossenen Dorf. Das haben wir ganz durchstöbert. Lebensmittel waren noch reichlich vorhanden. Die Bevölkerung war fast ganz geflüchtet. Hier und da schaute noch ein alter Greis um die Ecke. Die alten Leute können sich von Haus und Hof nicht trennen. Hoffentlich hat der Krieg bald ein Ende."

17.04.1918: "Will Euch eben mitteilen, dass ich heute das "Eiserne Kreuz II" bekommen habe. Betet ab und zu ein Vaterunser für mich. Vorige Tage erhielt ich einen Brief aus Gescher von den Geschwistern Elsing. Ich sollte ihnen Nachricht geben über den Tod ihres Bruders. Das konnte ich aber nicht. Als er gefallen ist, bin ich nicht bei ihm gewesen."

17.04.1918: "In bester Gesundheit schreibe ich diese Karte. Wie Ihr schreibt, sind aus Raesfeld wieder viele gefallen. Hoffentlich hat dieser Schwindel bald ein Ende."

18.04.1918: "Es wird gesagt: "Am 1. Mai soll die Urlaubssperre aufgehoben werden. Vielleicht bekomme ich dann Urlaub."

+ 18.04.1918: Schon am selben Tag war der Krieg für Wilhelm Klostermann zu Ende. Es war aus Raesfeld wieder einer gefallen.

Die 7. Kompanie schrieb: "Die Kompanie verliert in Ihrem Sohn einen tapferen, tüchtigen und braven Soldaten. Erst kürzlich wurde er für seine Verdienste mit dem "Eisernen Kreuz" ausgezeichnet. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Ehrenfriedhof Bray-sur-SommeGrab Nr. 164.

Wilhelm Klostermann, rechts
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