Robert Büsken - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Robert Büsken

Gefallene I. WK > Bro - E
Name:Büsken
Vorname(n):Robert Hermann
geboren am:30.03.1888
in:Raesfeld
gestorben:08.07.1916
in:Lazarett Holsterhausen
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Einheit:Reserve-Infanterie-Regiment 255,
5. Kompanie
Beruf:
Maler und Anstreicher
Eltern:
Maler und Anstreicher
Josef Büsken und
Christine geb. Stenert,
Bruder von Albert Büsken.
Robert Büsken

  • 01.04.15 bis 18.08.15 Stellungskampf zwischen Augustów-Mariampol.
  • 19.08.15 bis 08.09.15 Njemen-Schlacht.
  • 09.09.15 bis 27.09.15 Schlacht bei Wilna.
  • 17.10.15 Schlacht vor Dünaburg und um den Brückenkopf Dünaburg.
  • 11.10.15 bis 17.10.15 Gefechte bei Gateni.

Am 17.10.1915 im Gefecht bei Gateni durch Artilleriegeschoss (A.G.) am Kopf verwundet und im Lazarett in Holsterhausen am 08. Juli 1916 um 05:00 Uhr nachmittags infolge seiner Verwundung gestorben.

Personalien: geboren zu Raesfeld 30.03.1888, wohnhaft in Raesfeld, ledig, Maler und Anstreicher, Bruder von Albert Büsken.

Aus Feldpostbriefen: "Die besten Garnisonsgrüße senden Robert und Karl Flück. Es geht uns recht gut, wir sind fidel und munter."

04.04.1915: "Wir sind glücklich im Schützengraben angekommen. Heute, Ostermorgen, haben wir etwas Ruhe, da wir in Reserve zurückgegangen sind.

Johann Kösters ist nicht mehr bei uns. Er wurde ganz allein einer anderen Kompanie zugeteilt. Es war nicht mehr zu ändern, wir haben es noch versucht. Als wir am ersten Abend auf dem Schlachtfelde ankamen, legten wir uns in einer Scheune nieder. Es dauerte aber nicht lange, da gab es Alarm und wir mussten in den Schützengraben. Vor uns brannte ein Dorf, das sah ganz erbärmlich aus. Wir blieben bis 01:00 Uhr, wurden aber nicht belästigt. Dann ging es wieder ins Stroh.

Karsamstag mussten Josef Küpers und ich für die anderen das Essen holen. Wir gingen ganz gemütlich über den See und brachen auch ganz gemütlich ein. Wir haben uns aber wieder herausgearbeitet, waren aber pudelnass. Als ich nun an einem Quartier vorbeiging, sah ich zufällig ein Feuer brennen. Da habe ich mich ganz einfach ausgezogen und schon war ich am Ostermorgen wieder ganz trocken. Wenn wir vier Tage früher hier angekommen wären, dann hätte uns unser Schicksal vielleicht schon ereilt; denn da hat unser Regiment schwer gelitten. Gruß an ganz Raesfeld."

11.08.1915: "Seit dem 09. ist Josef Küpers wieder bei mir. Er hat mir das Paket aus Raesfeld mitgebracht. Die Flasche haben wir abends sofort geleert, und zwar Harter, Küpers und ich."

17.10.1915: - aus dem Krankenblatt: Kopfsteckschuss (Schrapnell)

18.10.1915: Kleiner Einschuss am Hinterkopf – kein Ausschuss – ist blind – Pupillen reagieren.

27.10.1915: Beginnt wieder zu sehen.

Nach Überführung des Kranken nach Holsterhausen ist Robert Büsken dort am 08.07.1916 an den Folgen seiner schweren Verwundung gestorben. Er war meistens ohne Bewusstsein gewesen.

Auf dem Friedhof in Raesfeld beerdigt.

Oberstleutnant Berring: "Das Revierlazarett meldet, dass Ihr lieber Sohn Robert dort am 08. Juli 1916 den Heldentod starb. Da er hier am 17.10.1915 wegkam, muss er ein Opfer des mörderischen Gatenigefechtes sein, welches meine brave Kompanie über 35 Tote kostete. Wenige Gefechte bzw. Opfer hatten solche Erfolge wie Gateni. Unser Erscheinen verhinderte den Durchbruch der Russen."

Robert Büsken Gruppe
Zu dem obigen Bild: Diese sieben Raesfelder rückten im Februar 1915 nach Lippe-Detmold in die Garnison ein.

unten v.l.: Robert Büsken, Johann Kösters, Karl Flück.
oben v.l.: Alois Nagel, Bernhard Harter, Josef Küpers und Josef Droste.

Auf dem Felde der Ehre gefallen sind:
Robert Büsken, Johann Kösters, Bernhard Harter, Josef Küpers und Josef Droste.

Robert Büsken bleibt in Russland mit den Kameraden Flück, Harter und Küpers zusammen bei Dünaburg. Flück ist bei Mariampol verwundet worden und ausgeschieden. Die drei anderen erhalten in demselben Gefecht bei Dünaburg die tödliche Kugel.
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