Josef Hoffjann - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Josef Hoffjann

Gefallene I. WK > He - Kl
Josef Hoffjann
Name:Hoffjann
Vorname(n):Josef
geboren am:20.01.1890
in:Raesfeld
gestorben:29.01.1917
in:Düsseldorf (Lazarett)
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Dienstgrad:Militärkrankenwärter
Beruf:
Anstreicher
Familie:Bauer Heinrich Hoffjann und Elisabeth geb. Alfs,
Bruder von Heinrich Hoffjann
Personalien:

Josef Hoffjann, geb. 20.01.1890 zu Raesfeld, katholisch, 27 Jahre alt, Anstreicher zu Raesfeld, Vater Heinrich Hoffjann, Bauer und Mutter Elisabeth, geb. Alfs. (Bruder von Heinrich Hoffjann).

Zusatz: Der Militärkrankenwärter Josef Hoffjann wurde am 22.01.1917 mit einer eitrigen Blinddarmentzündung in das Reservelazarett St. Josef in Düsseldorf (Abtl. Knabenwaisenkrankenhaus) eingeliefert und starb daselbst am 29.01.1917 um 01:30 Uhr vormittags.

Feldpost:

Metz, den 24.06.1915: "Am nächsten Sonntag will ich aufstehen, und da soll es mich mal wundern, ob ich laufen kann. Die erste Zeit wird das wohl schwer halten; ich habe aber jetzt lange genug gelegen. Am Sonntag sind es zwölf Wochen. Bis meine Wunden aber zugeheilt sind, wird es noch etwas dauern. Besonders am rechten Bein, da habe ich noch eine Röhre durch von 10 - 15 cm Länge, ohne die sonstigen Wunden alle. Die Wunden, die man von Granaten oder Minen erhält, heilen sehr langsam. Die kleinen Wunden sind fast alle zugeheilt, es waren mindestens 15 Stück.
Schmerzen habe ich fast gar nicht mehr, und ich habe auch wieder guten Appetit. Ich habe noch etwas vergessen, wenn ich aufstehen will, dann habe keine Strümpfe und Hosenträger, schickt sie mir bitte. Wir haben jetzt hier schönes, kühles Wetter. Es hat auch etwas geregnet, und das war sehr nötig. Man kann es jetzt im Bett so ziemlich aushalten. Wir haben auch genug Hitze ausgestanden."

Düsseldorf, den 17.05.1916: "Teile hierdurch kurz mit, dass ich mich hier gestern krank gemeldet habe und jetzt als Patient in das evangelische Krankenhaus komme. Ich habe seit einigen Tagen Schmerzen in der rechten Seite, welche ich auch schon vor 5-6 Wochen verspürt habe. Damals meinte der Arzt, es wäre Rheumatismus, was ich aber nicht glaubte. Was es nun eigentlich ist, weiß ich noch nicht. Es kann möglich sein, dass sich da irgendwo noch ein Splitter von der Verwundung herumdrückt. Ihr braucht aber keine Sorgen zu haben. Wenn ich auch mal wieder einige Wochen liegen muss, das schadet nichts; jedenfalls doch wohl nicht, solange wie voriges Jahr. Hoffentlich geht es Euch allen noch recht gut."

Im weiteren Verlauf seiner Krankheit ging es Josef Hoffjann nicht gut. Die Schmerzen in der rechten Seite kündeten den nahen Tod an.

Josef Hoffjann
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