Hermann Schmäing - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Hermann Schmäing

Gefallene I. WK > S - St
Hermann Schmäing
Name:Schmäing
Vorname(n):Hermann
geboren am:18.08.1889
in:Raesfeld
gestorben:26.08.1917
in:Forgeswald (Frankreich)
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Dienstgrad:Musketier
Beruf:
Bauer
Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 430, 3. Kompanie

Personalien: Musketier Hermann Schmäing, katholisch, geboren zu Raesfeld am 18.08.1889, Bauer,
Zusatz: Gefallen am 26.08.1917 vormittags um 06:00 Uhr im Forgeswald infolge einer Gasvergiftung. Beerdigt am Waldesrand des Forgeswaldes ca. 1200 m östlich Drillancourt.

Feldpost:

Straßburg, den 25.05.1917: "Wir haben übermorgen Pfingsten. Die Zeit geht viel zu schnell herum. Ich habe es hier noch wohl aushalten können. Am Tage ist es sehr warm. Straßburg ist doch im Sommer eine schöne Stadt. Wie die Berliner sagen, ist es da nicht so schön wie hier. Überall Ulmen- und Lindenbäume, das ist auf der Straße dann so ein schöner Schatten."

30. Juli 1917: "Auf dem "Stenburg" hat es doch alles noch schnell gegangen, umgemacht und auch schon gedroschen. Ich dachte doch nicht, dass Vater das noch gekonnt hätte. Wenn Ihr aber mehr zusammen habt, dann lass es doch ein anderer tun. Es wird doch noch wohl jemand für einen halben Tag zu kriegen sein."

31.07.1917: "Gestern habe ich drei Pakete auf einmal bekommen und alles staunte darüber. Ich wusste auch nicht, was da los ist. Das war mir doch gar nicht recht. Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich nicht telegrafiert. Ich habe das getan, damit Ihr nichts mehr zu schicken braucht; denn es hat ja doch niemand etwas davon. Ich lasse den Kopf nicht hängen und das müsst Ihr auch nicht tun."

Im Felde, den 18. August 1917: "Es ist hier auch so billig nichts zu kaufen. Ich habe mir mal ein Stückchen Seife gekauft für 1,70 Mark. Das Wetter ist wieder etwas besser geworden, das ist auch notwendig, damit der Weizen und Hafer fortkommt. Betet nochmal ein "Vater unser" für mich, dass es doch noch gut geht."

Acht Tage später ist Hermann Schmäing gefallen infolge einer Gasvergiftung.

Hermann Schmäing
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