Bernhard Beckmann - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Bernhard Beckmann

Gefallene I. WK > A - Bri
Name:Beckmann
Vorname(n):Bernhard
geboren am:24.12.1890
in:Westenborken
gestorben:22.08.1916
in:Verdun (Frankreich)
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Dienstgrad:Gefreiter
Beruf:
Ackerer, Fuhrmann
Eltern:Bernard Beckmann und Elisabeth geb. Looks,
Bruder von Alois
Der Oberleutnant und Kompanie-Führer Rudolf der 8. Kompanie des 5. Lothringischen Infanterie-Regimentes Nr. 144 teilt unter dem 27.08.1916 mit, dass der Gefreite der Reserve, Bernhard Beckmann, Ackerer, katholischer Religion, geboren in Westenborken am 24.12.1890, ledigen Standes, wohnhaft in Raesfeld, am 22.08.1916 morgens 4:30 Uhr vor Verdun durch Gewehrschuss in den Kopf gefallen ist.

Bernhard Beckmann ist ein Bruder der vorher verzeichneten Gebrüder Beckmann. An Briefen ist nur noch ein Feldpostbrief vorhanden, der am 20.02.1916 von der Westfront seinem Bruder Heinrich im Osten gesendet.
Bernhard Beckmann
Vor dem Kriege war er als Fuhrmann in Gladbeck tätig. Am 2. Mobilmachungstag musste er sich bei seinem Regiment in Metz stellen und machte dann von dort aus den Vormarsch in Frankreich hinein mit bei der Armee "Deutscher Kronprinz" bis zur Schlacht an der Marne. Nachher kam er mit Lungenentzündung in das Lazarett nach Mannheim (siehe Bild), wo ihn sein Bruder Heinrich besuchte. Im Mai 1915 war er schon wieder bei seinem Ersatzbataillon in Mülheim an der Ruhr. Im Sommer 1915 ging dann die Fahrt wieder zur Westfront zurück, wo er mit seinem Regiment in dem schweren Ringen um Verdun eingesetzt wurde.

Als er im Sommer 1916 auf Urlaub in der Heimat weilte, fiel ihm der Abschied vom Elternhaus besonders schwer. Er war schon durch alle Schrecken des Krieges gegangen, trotzdem kannte er kein Zaudern, als die Berge und Schluchten ihn zurückriefen.

In feldmarschmäßiger Ausrüstung, das Gewehr in der Hand, sagte er zu seinem alten Vater beim Abschied die so inhaltsschweren Worte: "Ich komme nicht wieder."

Lazarett Mannheim
Ein "Mordkreuz" am Wegesrand aber zeigte unentwegt mit eisernem Finger hinauf zur ewigen Heimat, woher es kein Wiederkommen, wohl aber ein Wiedersehen geben wird. Stärkung spendete sein verrosteter Spruch:

Wenn dein Herz in dieser Welt
alles hat, was ihm gefällt,
kann es doch nicht ruhig sein,
bis es ruht in Gott allein.
Gott allein, das höchste Gut,
deinem Herz genügen tut.
Nein, er kam nicht wieder.


"Fühlst Du auch, o Menschenherz, was nach diesem Abschied die Brust des jungen Soldaten bewegte, als er auf dem Wege zum Bahnhof Borken durch die schlaftrunkenen Wälder und Flüsse in den erwachenden Sommermorgen hineinschritt? In tiefem Frieden schlummerte die Heimat, während das Schlachtengetöse von Verdun seiner harrte. Jeder Baum, jeder Strauch, ja jeder Stein am Wege war ja so bekannt und vertraut und alles wollte ihn festhalten mit den tausend Armen der Heimat. Das Herz aber musste sich gewaltsam losreißen von allem, was Frieden heißt, denn der unerbittliche Krieg rief und zog zurück in seinen Bann."
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