Franz Ridder - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Franz Ridder

Gefallene I. WK > N - R
Franz Ridder
Name:Ridder
Vorname(n):Franz
geboren am:07.02.1886
in:Raesfeld
gestorben:16.04.1916
in:Mala Olsa (Russland)
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Dienstgrad:Landsturmmann
Beruf:
Fabrikarbeiter
Personalien: Franz Ridder, katholisch, geboren am 07.02.1886 zu Raesfeld, Fabrikarbeiter, ledig, Landsturmmann im Infanterie-Regiment Nr. 17, 7. Kompanie

Zusatz: Am 16. April 1916 in Russland infolge eines Kopfschusses verschieden. Letzte Ruhestätte ist der Friedhof in Mala-Olsa. Herford – Rekrutendepot des I. Ersatzbataillons Infanterie-Regiment Nr. 17

Feldpost:

16.12.1915: "Soeben haben wir die dritte Impfung erhalten. Frost und Schnee sind hier bereits eingetroffen. Morgen machen wir eine Nachtübung. Das strengt uns aber wenig an."

Sennelager, den 23.01.1916: "Den dritten Sonntag haben wir bereits verlebt. Die Tage schwinden schon so allmählich dahin. Der Dienst ist hier nicht strenger wie sonst."

Herford, den 21.02.1916: "Wir haben augenblicklich gute Tage. Heute und morgen werden wir die alten Sachen abgeben und am Mittwoch dann wieder neue empfangen."

06.03.1916: "Wir kamen am Samstag beim Marsch durch Salzuflen. Das ist ein schöner Badeort. Wenn ich bis nach Ostern noch hier bin, könnt Ihr mal einen Ausflug nach hier machen. Jedoch werde ich Herford wohl die längste Zeit gesehen haben."

Ostern weilte Franz Ridder jedoch schon nicht mehr unter den Lebenden. Seine Karte mit der Nachricht, dass er in Russland angekommen sei, und die amtliche Todesanzeige vom Regiment trafen im Elternhaus gleichzeitig ein.

Im Schützengraben angekommen, trat er an eine Schießscharte, um einen Blick über das "Niemandsland" zu werfen, als ihn schon die tödliche Kugel traf. Diese ging durch das linke Auge und trat am Hinterkopf wieder aus. Ein Kamerad aus Stadtlohn war bei ihm und berichtete nachher den Eltern.

Dieses aber geschah am Palmsonntagmorgen um 09:00 Uhr. Nachmittags gegen 03:00 Uhr wurde er von seinem Leiden erlöst. In den sechs Stunden hatte er häufig über Durst geklagt.

Franz Ridder, oben 2. von links
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