Bernhard Ridder - Gefallene des Ersten Weltkriegs aus Raesfeld

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Bernhard Ridder

Gefallene I. WK > N - R
Bernhard Ridder
Name:Ridder
Vorname(n):Bernhard Heinrich
geboren am:22.07.1893
in:Raesfeld
gestorben:07.06.1915
in:Ecska, Serbien
Gedenkstätte:Friedhof Raesfeld
Dienstgrad:Musketier
Beruf:Schneider
Eltern:Landwirt
Albert Ridder
und Theresia
geb. Hüning
Allenstein, den 06.09.1915 - 1. Masurisches Infanterie-Regiment Nr. 146, II. Ersatzbataillon, 10. Kompanie

Personalien: Musketier Bernhard Heinrich Ridder, katholisch, geboren am 22.07.1893 zu Raesfeld, Schneider, ledig, Vater Albert Ridder, Landwirt, Mutter Theresia, geb. Hüning.
Zusatz: Am 07.06.1915 um 06:15 Uhr nachmittags beim Baden ertrunken bei Ecska-Roman, Südungarn,
Ecska, den 11.06.1915

Feldpost:

Bernhard Ridder wurde im Dezember 1914 nach Königsberg eingezogen, von wo er dann im April 1915 an die Ostfront ins Feld rückte.

Rußland, den 23.04.1915: "Wir haben jetzt herrliche Witterung, es macht wirklich Spaß, im Schützengraben zu sein. Mein Kamerad hatte vorige Woche Besuch, sein Onkel aus Friedrichshof war hier und hatte Eier und Butter mitgebracht, da haben wir uns Spiegeleier und Bratkartoffeln gemacht. Vorige Tage konnten wir die Russen singen hören, vielleicht hatten sie gerade "Wutki" bekommen."
08.05.1915: "Wir liegen jetzt bereits einen Monat in Stellung und haben tagsüber Zeit genug, uns Kaffee oder Tee zu kochen. Nur nachts müssen wir wachen, das schadet aber nichts. Hier in der Nähe sind Kartoffeln zu haben, die dann in dem Speck, den Ihr mir geschickt habt, gebraten werden. So verlebt man mitunter herrliche Tage im Feindesland. Nun will ich mein Gepäck fertig machen, denn wir werden heute Abend abgeholt und gehen ein paar Tage zur Reserve ins Dorf."

28.05.1915: "Wir sind auf der Reise und sende ich Euch die besten Grüße aus Ungarn."

+ 07.06.1915

Der Leutnant: "Beim Übergang über die Donau hat Bernhard Ridder plötzlich aufgeschrien. Trotzdem Kameraden zur Stelle waren, ist es uns nicht mehr gelungen, ihn zu retten. Erst am nächsten Tage wurde die Leiche geborgen. Sie zeigte eine Kopfverletzung."

Der Bürgermeister der Ortschaft (s. Foto unten) hat die Beerdigung vorgenommen. Er schrieb darüber: "Ich habe auch fünf Söhne im Feld, von denen schon zwei vermisst sind. Was mag wohl aus ihnen geworden sein?
Sie aber trösten sich in dem Gedanken, dass Ihr Sohn in deutscher Erde seine letzte Ruhestätte gefunden hat."
Bernhard Ridder, Grabstein mit Bürgermeister
Bernhard Ridder
Bernhard Ridder, Grabinschrift
HIER RUHET
LÉNHARD RIDDER
GEB. 1894 GEST. 7. JUNI 1915
MUSKÁTIER DES 146. INFT.REG.
DES DEUTSCHEN REICHES
GEHÜTET DURCH DIE
ÉCSKAER BÜRGER
RUHE SANFT
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